Nach einem gelungenen Podiumstraining starteten die Sportlerinnen motiviert in den ersten Qualifikationstag. Doch dort nahm der Wettkampf plötzlich eine dramatische Wendung: Nach einem Sturz beim Schraubensalto musste das Trio hohe Abzüge hinnehmen. Trotz des Schocks turnten die drei ihre Übung professionell und konzentriert zu Ende. Am Ende bedeutete dies jedoch nur Platz 11 von 20 Teams – und das Finale der besten acht schien kaum noch erreichbar.
Doch Aufgeben war keine Option. Am zweiten Wettkampftag zeigten die Turnerinnen beeindruckende Nervenstärke. Unter großem Druck lieferten sie eine starke Balance-Übung ab, gewannen diese Disziplin und kämpften sich damit doch noch auf Rang 7 und ins Finale.
Im Finale wuchsen die drei schließlich über sich hinaus. Als letzter Start des Tages präsentierten sie ihre bislang beste Kombinationsübung – bestehend aus Saltis und Handstandpyramiden ausdrucksstark, sicher und mit sichtbarer Freude auf der Matte. Die Spannung bei der Ergebnisverkündung war riesig. Dann die Überraschung: 26,200 Punkte und damit der Sieg beim internationalen Acro Cup Graz.
Dieser Erfolg ist besonders wertvoll, weil sich die Turnerinnen nach dem schwierigen ersten Wettkampftag eindrucksvoll zurückkämpften und nie den Glauben an sich verloren. Die Freude über die Goldmedaille war deshalb bei Sportlerinnen und Trainerinnen gleichermaßen überwältigend.



